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Schalthebel-Lieferung aus Amerika

Letztes Jahr sind mir ja einige US-Highriser zugelaufen. Bei einem, dem Columbia Playbike, fehlt leider bei der Schaltkonsole die Abdeckung und der Schaltknauf. Habe ein halbes Jahr gesucht und nur Angebote in Amerika gefunden – so für 80 Dollar (plus Versand und Zoll…). Doch zu den Weihnachtsfeiertagen finde ich einen Ebay-Händler mit mehreren NOS Schaltungen und Teilen zu erträglichen Preisen. Also gleich zugeschlagen und heute ist das Paket gekommen, meine erste Lieferung aus Amerika.

2 Stück NOS Sturmey Archer Sportshift 3 Speed und einige Teile
2 Stück NOS Shimano 333 Click Stick 3 Speed

NOS Schalthebel-Lieferung

NOS Schalthebel-Lieferung

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Ich habe ja schon bei der Vorstellung meines Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake über die Schwinn Krates geschrieben. Legendäre Muscle-Bikes die in Amerika im guten Zustand für weit über 1000 Dollar verkauft werden.

Dieser Schwinn Lemon Peeler ist aus dem ersten Produktionsjahr, genau vom August 1968. Erkennbar am nicht vorhandenen Schmutzfänger vorne und der auf den Fotos nicht montierten Sitzbank mit hellen Untergrund und gelben Streifen (danach war die Sitzbank gelb mit weißen Streifen). 1968-1969 gab es den Schalthebel mit schwarzer Kugel, danach war der Schaltknauf oben abgeflacht mit einer “5″ drauf und der Lenker wurde später enger. Der Neupreis für die 5-Gang Variante war damals $86.95.

Leider ist der Zustand nicht gerade berauschend – der Lack ist angeschliffen und teilweise mit Grundierung überdeckt. Rost ist auch ausreichend vorhanden. Da wartet viel Arbeit und Material aus Amerika, ein teurer Spaß! Aber wie oft hat man schon einen der coolsten und kostbarsten Muscle-Bikes aus Amerika in seiner Garage stehen… :-)

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Schwinn Sting-Ray Lemon Peeler 5-Speed Stik Shift

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hardware Store – ein Baumarkt mit der hauseigenen Fahrradmarke Hiawatha. Heutzutage gibt es in solchen Geschäften Chinaschrott, damals aber wurden die Fahrräder unter anderem von der Murray Ohio Manufacturing Company produziert. Der bekannteste Highriser von Murray ist der Eliminator den es in verschiedenen Ausführungen gab.

Dieser Gambles Hiawatha Sidewinder V ist baugleich dem Murray F5 Eliminator, das Baujahr müßte zwischen 1967 und 1970 sein. Sehr hübsch ist die Dyna Shift Schaltkonsole und das Shimano Lark Black Schaltwerk. Der Kettenschutz ist ein eigenes Kunstwerk. Die schwarze Lackierung und die roten Anbauteile zusammen mit den Weißwandreifen machen aus diesem Fahrrad ein edles Stück.

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Gambles Hiawatha Sidewinder V

Columbia Playbike

Columbia war die erste Fahrradfabrik in Amerika, die Wurzeln gehen zurück bis 1877, und noch heute gibt es Fahrräder der Marke Columbia. Ab 1965 produzierte Columbia auch Highriser, das erste Modell war das Playboy 88. Eine baldige Klage des gleichnamigen Männermagazins führte bereits ein Jahr später zur Umbenennung zum Playbike.

Mein Columbia Playbike ist von 1968 und hat eine Sturmey Archer 3-Gang Nabenschaltung, leider fehlt die Verkleidung vom Sportshift Schalthebel. Sehr cool ist der extrem breite Lenker und der “Traktor Grip” Hinterreifen, der ist aber leider schon sehr spröde. Mit überschaubaren Aufwand wird da aber sicher wieder ein hübsches Fahrrad daraus.

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Schwinn Pea Picker Repop

Eine Schwinn Krate Reproduktion habe ich ja schon in meiner Sammlung, wieso also noch eine weitere in der gleichen Farbe? Mein erster Schwinn Pea Picker von 2004 war schon gut benutzt und rostig, nach meiner Pflege aber wieder recht hübsch.

Wenn man dann aber einen Highriser frisch aus dem Verpackungskarton angeboten bekommt greift man zu, geht ja gar nicht anders. Wieder einer von 2004 aus der besseren Serie mit gefederter Sissybar und langer Springergabel.

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Unbenutzt, jungfräulich fing es dann gleich auf die 50. Critical Mass in Graz.

Schwinn Pea Picker Repop bei der 50. Critical Mass in Graz

Schwinn Pea Picker Repop bei der 50. Critical Mass in Graz

Auch am Abend nett anzusehen.

Schwinn Pea Picker Repop

Schwinn Pea Picker Repop

Huffy Branded

Huffman-Manufacturing (Huffy), verantwortlich für den allerersten in Serie produzierten Highriser “Huffy Penguin”, also ein nicht ganz unwichtiger Fahrradhersteller.

Dieses Huffy “Branded” von 1974 ist eines von vielen zu dieser Zeit von Huffy gemachten Themenbikes. Sollte wohl in Richtung Wilder Westen und Cowboys gehen.

Durch den recht kurzen Radstand ist dieses Huffy sehr wendig, den niedrigen Lenker werde ich aber noch gegen einen höheren austauschen. Schöne Details finden sich bei der Gabelbrücke, dem Kettenblatt und den linierten Schmutzfängern.

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Huffy Branded

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Ab 1963 brachte Schwinn die bekannten Sting-Ray Highriser auf den Markt, brav mit 20 Zoll Rädern vorne und hinten, Sitzbank und hohen Lenker. Kein Schnick Schnack, nur das Nötigste.

1968-1973 aber war die Zeit der Schwinn Krates – “The hottest Sting-Ray of them all!”. Hinten 20 Zoll Slick-Reifen, vorne ein kleiner 16 Zoll Reifen. Springergabel vorne und gefederte Sissybar hinten und eine Sitzbank mit Racing-Streifen. Vorne ohne Bremse oder mit Trommelbremse, hinten mit Rücktrittbremse, Felgenbremse oder sogar Scheibenbremse.

Mein Schwinn Orange Krate Coaster Brake von August 1970 ist das Basis-Modell, ohne Schaltung und mit Rücktrittbremse – $76.95 Neupreis. Spartanisch dafür leicht und flink. Auffällig ist das schmale Angebot an alten Single-Speed Krates, es gibt weit mehr Krates mit Schaltung.

Diese Basis-Krates dienen auch als Vorbild für die Reproduktionen um den Jahrtausendwechsel.

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Schwinn Sting-Ray Orange Krate Coaster Brake

Ami-Woche

Als Sammler von österreichischen Highrisern ist man recht flott an einem Punkt angekommen wo es nichts Weiteres mehr gibt. Also was tun? Von den deutschen Bonanzarädern gibt es zu viele Typen und eine zu große Auswahl, das kann leicht eskalieren… ;-)

Beeindruckt vom Einfluß der steirischen Fahrradfabriken Puch und Junior auf dem amerikanischen Markt liegt es ja fast auf der Hand über dem großen Teich Ausschau nach schönen Stücken zu halten. Unsummen kann man da ausgeben für Liebhaberpreise, Versand, Zoll, usw.. Und eine Typenvielfalt gibt es dort, unglaublich. Eine vollständige Sammlung ist also schon mal nicht möglich, aber einige Schmuckstücke kann man sich ja trotzdem in die Garage stellen.

Gut dass es Leute wie Hannes aus Korneuburg gibt, er hat eine größere Menge an US-Highrisern in Amerika ersteigert und herüber schicken lassen. Einige hat er schon verkauft, einige behält er sich und den Rest hab ich mir unter den Nagel gerissen.

Den ersten habe ich hier schon vorgestellt, der Schwinn Pea Picker Repop. Weitere sechs Stück werde ich in den nächsten Tagen vorstellen. Man darf also ein wenig gespannt sein. Hier schon mal eine Logo-Parade.

Ami-Woche

Ami-Woche

Amerikanische High-Riser

Bei einem Wienausflug besuchte ich Hannes aus Korneuburg, er holte sich einige recht coole US Highriser aus Amerika. Versteckt in einer unscheinbaren Wohnsiedlung findet man im Fahrradkeller und in der Garage das eine oder andere Schätzchen.

Schwinn Apple Krate mit 5-Gang Schwinn Stik Shift und ein Columbia Playbike mit 3-Gang Sturmey Archer Nabenschaltung im Hintergrund.

Schwinn Apple Krate und Columbia Playbike

Schwinn Apple Krate und Columbia Playbike

Schwinn Apple Krate mit Stik Shift

Schwinn Apple Krate mit Stik Shift

Schwinn Apple Krate

Schwinn Apple Krate

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike mit Tractor Grip Reifen

Columbia Playbike mit Tractor Grip Reifen

Swingbike – Vorder- und Hinterrad sind lenkbar, ein interessantes Fahrgefühl!

Swingbike

Swingbike

Swingbike

Swingbike

Schwinn Orange Krate

Schwinn Orange Krate

Schwinn Orange Krate

Stratostreak – Die Geschichte

Vorgeschichte

Junior Fahrradwerke Graz-Puntigam war der zweitgrößte Fahrradproduzent in der Steiermark, Österreich. Immer ein wenig im Schatten von Marktführer Steyr-Daimler-Puch versuchte man sich mit den etwas schöneren, verspielteren, detaillierteren und dadurch auch teureren Fahrräder hervorzuheben.

Neben dem heimischen Markt gab es auch gute Exportgeschäfte. Ende der 60er nutzte man den Fahrradboom in die USA und produzierte auch für Stelber Industries Inc., New York.

1967 brannte bei einem Großbrand das Werk in Graz nieder und man übersiedelte nach Köflach. 1968 wurden 1500 Fahrräder täglich produziert.

High-Riser Boom

Bei Stelber in USA hatte man seit Mitte der 60er, so wie viele andere auch, High-Riser mit klassischen Cantilever-Rahmen im Angebot.

1968 verspürte Georg Barris, eine Legende in der Auto Customizing Szene und Erfinder von berühmten Filmautos (The Munster Koach, Batmobile,…) den Drang auch High-Riser zu bauen. Beim Marktführer Schwinn stieß er auf taube Ohren, bei Stelber allerdings wurde er mit offenen Armen aufgenommen und es begann eine neue Ära der Muscle-Bikes.

Stelber verkaufte die von Barris designten Highriser unter dem Label Iverson. Die folgenden sind maßgebend für die Entwicklung des Stratostreak verantwortlich.

Iverson Drag Stripper

Iverson Drag Stripper

Iverson Drag Stripper

Man beachte den kompletten hinteren Bereich mit der Platte mit den drei Löchern für die Reifenaufnahme, die Sissybarbefestigung, die Kotbleche und die Turino 500 Reifen. Auch dürfte das Oberrohr eine Inspiration für das gebogene Blech unter der Sitzbank gewesen sein.

Iverson Road Runner

Iverson Road Runner

Iverson Road Runner

Hier kam die über die ganze Länge gebogene Gabel erstmals zum Einsatz die später auch am Stratostreak zu finden ist.

Geburt des Stratostreak

1970 übernahm Stelber Industries 90 Prozent der Junior Fahrradwerke AG und Ing. Franz Weiß (Firmeninhaber von Junior) kaufte sich in die Stelber-Gruppe ein. Das war wohl auch der Zeitpunkt wo der Stratostreak geboren wurde. Wer maßgeblich dafür verantwortlich war weiß ich leider noch nicht, sicher sind aber die Einflüsse von Georg Barris. Produziert wurde der Stratostreak in Österreich und ab 1972 im Stelber Werk in Portugal.

Verkauft wurde der Stratostreak unter verschiedenen Marken:

Junior in Österreich:

Junior Stratostreak

Junior Stratostreak

Stelber in Portugal und Amerika:

Stelber Stratostreak

Stelber Stratostreak

Montegomery Wards im gleichnamigen Verkaufshaus in Amerika:

Montegomery Wards Stratostreak

Montegomery Wards Stratostreak

Chessington Cycles Euro-Jet in Großbritannien

Chessington Cycles Euro-Jet

Chessington Cycles Euro-Jet

Stürmer (ohne der Bezeichnung “Stratostreak”) in Deutschland:

Stürmer

Stürmer

Varianten

Unterscheidung nach Schaltung:

  • Stratostreak (ohne Schaltung)
  • Stratostreak 3 (mit 3-Gang Nabenschaltungen von Fichtel & Sachs Torpedo Modell 515,  Shimano 333 oder Sturmey-Archer)
  • Stratostreak 5 (mit 5-Gang Kettenschaltung von Simplex oder Shimano)

Ja nach Land wurden Anbauteile lokaler Hersteller verbaut.

Junior Stratostreak 3 mit originale Turino 500 Reifen

Junior Stratostreak 3 mit originale Turino 500 Reifen

Der Untergang

1974 kam es zu Problemen mit dem Dollarkurs. Alleine der Zukauf des Rohmaterials in Europa war teurer als der Verkaufspreis in den USA. Es dauerte nur 6 Monate und Junior war am Ende. Passiva von 560 Millionen Schilling machten Junior zur größten Insolvenz des Jahres 1975. Somit mußten die österreichischen Stelber Werke schließen und rissen das Werk in Portugal und die gesamte europäische Vertriebsorganisation mit. Das verkraftete auch Stelber USA, zu der Zeit weltweit zweitgrößter Fahrradproduzent, nicht und ging in den Ausgleich und wurde liquidiert.

Das war dann auch das Ende vom Stratostreak!