Europa Excellent

Das nächste Bonanzarad rollt aus meiner Werkstatt. Dieses Europa Excellent präsentiert sich  im schönen, leicht patinierten Zustand. Der Lack hat einige kleine Makel, die aber bei einem 40 Jahre alten Fahrrad durchaus Charme verbreiten. Auch die Chromteile sind nicht perfekt, dafür original.

Neu verbaut sind Sitzbank, Lenkergriffe, Weißwandreifen, Kette, Bremsseile und Bremsklötze.

Seit ich bei einem Alltagsfahrrad eine Sturmey-Archer Schaltung verbaut habe bin ich großer Fan dieser Nabenschaltung. Auch bei diesem Bonanzarad arbeitet ein solches Prachtstück im Hinterrad und verwöhnt mit einem satten Klicken und Klackern.

So fällt es mir nicht leicht dieses Europa Excellent abzugeben, aber es ist bereits für ein Geburtstagsgeschenk vorgesehen.

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Europa Excellent

Alpina Exclusiv

Von diesem Alpina Exklusiv Bonanzarad aus der Obersteiermark stammt die Ledertaschensitzbank - Geschichte.

Das Rad wurde irgendwann mal recht gut neu lackiert, leider war sonst alles andere eher fragwürdig. Die Shimano 3-Gang Nabe zeigte keine Funktion, die Ursache war schnell gefunden, ein falsch platzierter Schubklotz im Inneren. Lenkerstangen waren schwarz lackiert, das hintere Kotblech fehlte, Gepäckträger auch, Beleuchtung war komplett zu erneuern, usw.

An Neuteilen montiert habe ich die Bereifung, Kotbleche, Kette, Bremsseil und Bremsklötze. Die Sprint Sitzbank habe ich vom Alpina Excellent genommen welches mittlerweile wegen der festgerosteten Lenkerstangen zum Schlachtrad wurde.

Wie ich finde ist daraus wieder ein hübsches Bonanzarad geworden. Wird jetzt von Joachim pilotiert.

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Alpina Exklusiv Bonanzarad

Puch Highriser – Der vierte Rote

Gerne wird ja ein Puch Mini Sprint zum Highriser umgebaut, hier haben wir das Gegenteil – ein originaler Puch Highriser als normales Knabenrad.

Da muß man als Liebhaber eingreifen und den Urzustand wieder herstellen. Also das kleine Häufchen Elend in Niederösterreich gekauft und erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht. Die Gabel ist ganz schön verbogen, Ersatz sollte aber von einem vorhandenen Mini Sprint Mädchenrad passen, der Lack benötigt auch viel Pflege und das Chrom ist rettbar. Die fehlenden Teile wie Lenker, Sitzbank und Sissybar muß man neu kaufen und verbauen.

Könnte aber wieder ein schmuckes Grazer Kulturgut werden.

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Puch Highriser

Highriser in der ORF – Zeitreise

Im Regionalprogramm der öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Österreich wurden heute in “Steiermark heute” in der Rubrik “Zeitreise” zwei sehr interessante Beiträge gezeigt.

1. Präsentation Puch Highriser

Wie im Beitrag zu sehen wurden am 28. Februar 1969 die neuesten Zweiradmodelle von Puch präsentiert. Darunter ist auch der rote Puch Highriser ohne Schaltung zu sehen.

Präsentation Puch Highriser

Präsentation Puch Highriser

2. Junior Mädchen Highriser bei Modenschau

Am 28. Jänner 1969, also bereits ein Monat vor der Präsentation des Puch Highrisers, taucht ein Highriser auf einer Modenschau auf der verdächtig nach einem Mädchen-Modell eines Junior Highrisers aussieht. Was spricht dafür? Die Modenschau ist in Graz und der Roller am Anfang sieht ganz genau so aus wie mein Junior-Roller aus meiner Junior-Sammlung. Also liegt es nahe auch einen Highriser vom gleichen Hersteller zu nehmen. Der Highriser hat deutlich eine mehrteilige Kurbel, also nichts amerikanisches. Die beiden dünnen Oberrohre mit dem charakteristischen Knick im unteren Bereich waren eher selten und wie der Kettenschutz typisch für Junior. Weißwandreifen und Kotschützerform sprechen auch dafür. Und zum Vergleich habe ich ein Junior-Logo unscharf gemacht und links ins Bild gesetzt. Noch Zweifel?

Junior Mädchen Highriser bei Modenschau

Junior Mädchen Highriser bei Modenschau

Hier geht’s zum Video in der ORF-TVthek

Satteltasche, oder so…

Wenn diese hässlichen Schrauben nicht wären könnte diese Sitzbank durchaus als akzeptabel durchgehen. Der Bezug ist gut in Schuß und scheint von guter Qualität zu sein.

Sitzbank

Sitzbank

Die Schrauben sollen wohl coole Nieten andeuten, eine andere Erklärung habe ich nicht dafür. Der Sitzbezug ist gut verklebt und hätte sicher auch so gehalten.

Sitzbank

Sitzbank

Aber so geht es gar nicht, also runter damit und langsam dämmert es mir. Gutes echtes Leder, hat da jemand seine alte Lederjacke geopfert…?

Sitzbank

Sitzbank

Ne, ist Muttis Handtasche und in der Innentasche findet sich auch noch eine Auszahlungsanweisungen der Steirischen Gebietskrankenkasse!

Sitzbank

Sitzbank

Netter Fund :-)

Junior Luxus High-Riser

Ein kleines Jubiläum gibt es heute, der 50ste Highriser den ich hier vorstelle. Tja, und dann ist es gar kein Highriser – noch nicht!

Schon sehr lange bin ich auf der Suche nach einem Junior Highriser mit Cantilever-Rahmen. Klar, ich habe schon einige dieser Art in meiner Sammlung, aber eben keinen Junior. Hier ein Foto aus einem alten Katalog:

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Gefunden habe ich ihn noch nicht, aber ein Junior Knabenrad mit dem gleichen Rahmen und Kettenschutz bietet sich an für einen Umbau zum Highriser.

Lenker und Sissybar aus den Resten der Junior-Fabrik habe ich noch, Beleuchtung und Bremsen sowieso, Shimano 3-Gang Nabe und Shimano 333 Click Stick Schalthebel lassen sich auftreiben und für Sitzbank, Felgen und Kotbleche findet sich sicher auch etwas.

Der Lack ist leider komplett ausgebleicht, also ist auch eine Lackierung vorgesehen, neue Aufkleber habe ich teilweise, die fehlenden bekomme ich vielleicht noch.

Soviel erstmal dazu, das Projekt muß noch reifen und wird erst begonnen wenn alle Teile vorhanden sind.

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Junior Luxus High-Riser

Alpina Excellent

Aus Kärnten habe ich dieses Alpina Excellent Bonanzarad, eigentlich ja recht hübsch, Schwarz und Chrom kommt immer gut. Aber in diesem Fall gibt es doch einige Schönheitsfehler die noch viel Arbeit bedeuten. Der große Alpina Schriftzug am Unterrohr wurde mal überklebt und die Reste der Schrift sind nur mehr zur Hälfte übrig. Vorderes Kotblech, Beleuchtung und Lenkergriffe fehlen. Verbaut ist eine 3-Gang Nabe, natürlich fehlt auch der Schalthebel.

Das größte Problem ist aber, wie so oft bei den Bonanzarädern, dass die Lenkerstangen festgerostet sind. Hier noch dazu in der untersten Position. Habe schon fast eine ganze Dose Rostlöser verbraucht, aber ohne Erfolg. Wird ein Geduldspiel.

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Alpina Excellent

Leserbrief von Michael

Hin und wieder bekomme ich Mails von Fans meiner Highriser-Seite mit schönen persönlichen Geschichten. Hier ist eine von Michael aus Seligenstadt:

Hallo René,

wunderbare Räder, tolle Site, super Bilder. Auch das Youtube-Video mit Eurem „Wettkampf“ hat mir sehr viel Spass gemacht. Schade, dass ich dann doch ein wenig zu weit weg wohne. :-(

Neulich stöberte ich mit meinem Sohn in den alten Bildern. Da fiel uns auch ein Photo seines alten Kawasaki MX 20“ in die Hände. Das ist so ein sackschweres, extrem massives Fully für Kinder gewesen. Er bekam gleich wieder diesen Blick… Du weisst schon! Der muss ansteckend sein, denn ich erinnerte mich gleich an mein Lieblingsrad: ein Atala Hop!  Ich wollte meinem Sohn zeigen, was ich damals für ein saucooles Rad hatte, aber ich hatte leider nie Bilder davon gemacht. Also flugs Tante Google um Rat gefragt! Da es aber nicht sonderlich viele Infos zum Atala Hop gibt, landet man zwangsweise auf Deiner Seite.

Mein erstes Rad überhaupt war ein leuchtend oranges Bonanza-Rad. Das muss so 1972 gewesen sein, zu meinem fünften Geburtstag. Die glänzende Farbe leuchtete in der Frühlingsonne mit den Chromapplikationen um die Wette. Der langgestreckte schwarze Bananensattel wurde hinten von einem glitzernden Chrombügel – der Sissybar – gehalten und sah so verdammt lässig aus. Auf den beiden Oberrohren befand sich ein großer schwarzer Ganghebel, seitlich mit Holzdekor verziert, der augenscheinlich direkt aus der Mittelkonsole eines US-Muscle-Car stammte. Die Vorderradgabel hatte verchromte Spiralfedern, die eine Federung imitierten. Das kam mir allerdings schon als Fünfjähriger suspekt vor.

Das Bonanzarad stand auf dem Bürgersteig neben dem flammneuen, renngelben Fiat 128 meiner Mutter und der roten Guilia meines Vaters. Die Gulia hatte sogar eine grüne Alfa-Romeo-Schlange auf der Motorhaube. Kein lahmer Käfer, kein spiessiger Kadett oder altmodischer Ford Taunus neben einem Klapprad. Nein! Alfa, Fiat und ein Bonanzarad! Zeitgeistiger geht es kaum. Ich könnte auch schwören, dass ich durch das offene Seitenfenster das Autoradio die Bee Gees mit „Sweet Song of Summer“ spielen hörte.

Auf diesem Rad lernte ich also tatsächlich das Radfahren. So ein Highriser ist eher suboptimal um darauf zu lernen. Man sitzt zu hoch und die Räder sind zu klein – das Rad ist eigentlich dauernd am kippeln. Aber wenn man mit dem Ding fahren kann, dann kann man alles fahren, was zwei Räder hat. :-)

Ich weiss noch, dass ich mir während der Fahrt immer wieder die vielen tollen Details an dem Rad angeschaut habe, während mein Vater hinten das Rad im Gleichgewicht hielt. Was interessierte mich, was vor mir auf der Strasse vor sich ging? Irgendwann musste er losgelassen haben, denn er antwortete nicht mehr auf meine Fragen. Muss ich extra erwähnen, dass die Fahrt abrupt in einem Jägerzaun endete, als ich mich nach ihm umdrehte und den verchromten Chopperlenker dabei verriss? Was am Ende mit dem Rad passiert ist, weiss ich gar nicht mehr. Ich entsinne mich nur noch, dass ich über eine Plastiktüre fuhr und sich der der Kunststoff direkt in das Tretlager arbeitete.

Irgendwann später baute ich ein silbernes Klapprad um: Ich sägte von einem kaputten Rennrad die Gabel weit oben ab, sägte an der Klappradgabel das Maul für die Achse ab und steckte die Rennradgabel so auf die Gabel des Klapprades, dass die Enden nach unten zeigten. Da ich als Zwölfjähriger natürlich kein Schweissgerät besass, musste die Konstruktion erstmal so halten. Vorne also ein 28er Reifen an einer endlos langen Gabel, hinten das 20er originale Rädchen. Ein echter Low-Cost-Chopper.

Dann die Probefahrt. Ich wollte das Rad eigentlich zu einer Autowerkstatt fahren lassen und die Gabel dort schweissen lassen. Aber… das Geschoss liess sich so wunderbar fahren! Also weitete ich die Probefahrt aus. Eine langezogene Zufahrt runter zum Fluss. Ich kam mir vor wie Peter Fonda in Easy Rider, also liess ich es locker rollen. Fantastisch! Unten angelangt fiel mein Blick beiläufig auf den Klappverschluss des Rades, oder eben nicht! Der fehlte nämlich! Bei den Lackarbeiten hatte ich den entfernt und wieder vergessen einzubauen. Den Rückweg schon ich das Rad dann lieber doch.

Auf einem Campingurlaub mit Onkel und Tante in Italien (Venezien)  – das muss so um 1981gewesen sein – sah ich im Schaufenster des örtlichen Fahrradhändlers, direkt am Hafen, ein gelbes Atala Hop. Ich wusste nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte! Das Fahrrad hatte vorne und hinten Federn! Wie ein Motorrad! Das gab es ja noch nie! Echte Federn! Nicht solche Fake-Federn wie bei meinem Bonanzarad! Vorne eine klassische Teleskopgabel und hinten zwei Federbeine mit getürkten Ölausgleichsbehältern. Der schwarze Lenker hatte ein Sturzpolster und auf dem Oberrohr thronte fast der gleiche Ganghebel wie auf meinem Bonanzarad zuvor! Eine lange und breite Sitzbank mit kleiner, angedeuteter Sissybar wurde von zwei racingmässig gelochten Trägern gehalten. Der große Scheinwerfer hatte einen Steinschlagschutz! Die Räder hatten Decken mit Enduro-Profil und dazu echte Trommelbremsen! Absoluter Wahnsinn! Breite, weisse Kunststoffschutzbleche mit Rennaufklebern rundeten das äusserst gelungene Design (in den Augen eines Kindes) ab.

Atala Hop

Atala Hop

Ich war sofort heftig verliebt. Mein Cousin und mein kleiner Bruder drückten sich neben mit die Nasen an der Scheibe platt. Wir hatten alle ein äusserst heftiges Must-Have-Gefühl. Mein Cousin Andreas kaufte sich am nächsten Tag das Atala in gelb. Mist! Das war meine Lieblingsfarbe und die stand dem Rad ausgerechnet so verdammt gut! Ich wollte ihm nie etwas nachmachen. Gelb war also gestorben. In rot sah das Ding doch auch nicht übel aus, oder? Ja, rot, war super. Oder so. Ich machte tags darauf also meine auf einem Sparbuch feststeckende Konfirmationskohle durch einen Privatkredit bei meinem Onkel klar. Zahlbar ohne Zinsen direkt nach Rückkehr in der Heimat. Mit meinem Cousin cruisten wir auf dem weitläufigen Campingplatz wie die Irren herum. Mit 14 Jahren war ich für das Geschoss definitiv zu groß, aber es war einfach nur geil.

Mein kleiner Bruder sagte nichts, war aber total fertig – und neidisch. In meiner Freude über das Rad merkte ich das gar nicht. Erst mein Onkel redete mit mir und fragte, ob ich ihm das Geld nicht bis zu seiner Konfirmation leihen könnte. Er würde es wieder bis zur Rückkehr vorstrecken. Ich lieh also meinen Bruder das Geld, wenn ich mich recht entsinne waren das 350,- DM. Bruder war happy und kaufte sich das Teil in… rot. *seufz*

Die Rückfahrt war interessant, denn schliesslich hatten wir drei Fahrräder mehr als bei der Hinfahrt – und an dem weissen VW Bus mit Westfalia-Camping-Ausstattung hing schon ein vollgestopfter Anhänger! Letztlich passten die Räder aber irgendwie noch mit hinein und kamen auch sicher zu Hause an. Das Geld brachte ich meinem Onkel dann persönlich vorbei. Auf meinem neuen Atala Hop!

Wir fuhren damals immer querfeldein durch die Aue in Kassel (https://de.wikipedia.org/wiki/Kassel#Karlsaue_und_Fuldaaue) und waren auf den Abenteuerspielplätzen die Attraktion unter den anderen Kids – jeder BMX-Fahrer wollte mal eine Runde mit den Atalas drehen. Neidlos muss ich anerkennen, dass die Jungs der ungefederten Fraktion einige lässige Tricks mit meinem Rad hinlegten, die mir nie gelangen.

Heute hat jedes Fahrrad dicke Reifen, eine Federung oder sogar Scheibenbremsen. Aber damals war das ein absolut ungewöhnlich. In Deutschland gab es vergleichbare Räder nicht. Offensichtlich wurden auch die Atala Hop nicht importiert – weder offiziell noch inoffiziell. Es war also immer spannend mit diesem Rad unterwegs zu sein.

Einmal war ich länger beim Kieferorthopäden, die feste Klammer musste man wieder getunt werden, da versagte mir bei der Rückkehr zu meinem Rad das Deo: Das rote Atala war verschwunden!  Gut, ein Zahlenschloss mag nicht die adäquateste Sicherung für so ein Rad sein, aber eigentlich ist das doch durch die Seltenheit gesichert. Die Mona Lisa klaut ja schliesslich auch niemand, oder wie? Mit pochendem Herzen suchte ich die Umgebung ab und da fuhr mein Rad die Treppenstrasse (wörtlich zu nehmen: https://de.wikipedia.org/wiki/Treppenstrasse) hoch und runter! Ohne mich! Mein energisch hervorgebrachtes „Äähhhh?“ veranlasste die Jungs aber, mir mein Rad zurückzugeben. Sie entschuldigten sich für das Ausleihen – die Versuchung wäre einfach zu groß gewesen.

Später brach dann eine der unteren Federbeinaufnahmen an der Schwinge einfach ab, aber eine freundliche Autowerkstatt schweisste sie mir wieder kostenlos dran. Auch die fanden das Rad nur liebenswürdig-schräg. Irgendwann war ich dann tatsächlich zu groß und zu schwer für das Rad: Die Knie stiessen beim Fahren schon gegen die Ellbogen. Für die Fahrt in die Schule musste dann ein schnödes aber praktischeres Rennrad her. Meinem Bruder ging es ähnlich und blieben unsere beiden coolen Gefährte immer öfter im Keller. Eines Tages waren beide Atala Hops aus dem abgeschlossenen Keller verschwunden. :-( Einzig mein Cousin, bzw. jetzt mein Onkel, hat noch sein Rad. Leider ist das total abgerockt – es fehlen eigentlich alle Anbauteile. Schade. Aber egal, es ist leider einfach zu klein.

Mein Traum wäre es, wenn ich das Atala Hop in meiner Größe neu bauen (lassen) könnte – vielleicht mit 24“-Rädern? Ich fürchte aber, dass ich das nicht gestemmt bekomme. Naja, vielleicht klappt es ja doch irgendwann? :-) Das wird dann aber definitiv in gelb lackiert! :-)

Gruß
Michael

21. Grazer Altbaukriterium “O’Carolans 2nd Attempt”

Das O’Carolans Irish Pub zählt nicht gerade zum größten Lokal in Graz, hier ein Fahrradrennen auszutragen löst schon mal Verwunderung bei Unwissenden aus.

Gestartet wird am Eingang, dort steht ein kleiner Tisch, kurz danach muß man knapp an einer weiteren Tischkante vorbei um die Einfahrt zur Theke zu schaffen – eng und mit einer kleinen Stufe versehen, DIE Schlüsselstelle. Weiter geht’s hinter der Theke durch die Tür, wieder mit einer kleinen Stufe, in die Mini-Küche. Durch die Hintertür kommt man wieder in den Gastraum, vorbei an den WC´s geht’s auf der kurzen Geraden zurück zum Starttisch der umrundet wird.

Meine Sorgenkinder, die Thekenschickane und die Küchenstufe meistere ich bei meinem Lauf ohne größerer Probleme, doch dieser blöde Tisch ist genau auf der Höhe der Sissybar vom Blauen Gasslhatzer und bringt mir beim Hängenbleiben einige Strafpunkte. Somit ist auch diesmal ein Einzug in den zweiten Lauf unmöglich. Trotzdem kann ich mit meinem 17. Platz bei 36 Startern zufrieden sein.

Altbaukriterium Graz

Altbaukriterium Graz

Altbaukriterium Graz

Altbaukriterium Graz

Altbaukriterium Graz

Altbaukriterium Graz

Puch 3-Gang Highriser

Einer ist übrig geblieben von meinen drei gelben Puch Highrisern, nicht gerade der Schönste aber von der Originalität ist er sicherlich nicht so leicht zu übertreffen.

Der gelb emaillierte (wie man es damals schön im Prospekt zu formulieren pflegte) Cantilever-Rahmen ist leider schon ein wenig zerkratzt dafür sind die Speedway-Schutzbleche und auch das restliche Chrom wunderbar gut erhalten. Der Sitzbankbezug hat auch schon einige Macken, ist mir so aber mehr wert als ein Neubezug. Verschleißteile habe ich gegen NOS Teile aus den Resten einer alten Puch-Werkstatt getauscht: Semperit Reifen, Schalthebel, Schaltseil mit Schaltkette, Bremsseil und Kabel mit weißer Kabelhülle vom Dynamo zum Scheinwerfer.

Besondere Freunde bringen mir die NOS Semperit Reifen, selbst diese kleinen “Nupsis” (Fäden) sind noch dran. Die sollen auch dran bleiben, gefahren wird dieser Highriser eh nicht. Und mit dem Baujahr 1973 paßt er perfekt zu meinem roten Puch Highriser.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser