Schlagwort-Archiv: 3-Gang

Jungherz Bonanzarad – Felgen entrosten

Dieses Jungherz Bonanzarad habe ich zusammen mit meinem 80er Jahre Rennrad gekauft. Viel zu teuer für den Zustand, aber egal, ist es doch das größte 20 Zoll Bonanzarad. Sitzbank, Sissybar und Kettenschutz fehlen, der Lack ist nicht der beste und das Chrom stark verrostet.

Jungherz Bonanzarad

Jungherz Bonanzarad

Als ersten wird das Fahrrad komplett zerlegt und mit dem Nervigsten begonnen – Entrosten der Laufräder. Bei dem Zustand bleibt die Polierpaste liegen und die Messingdrahtbürsten werden aktiviert. Nach viel Arbeit kann man schon einen deutlichen Unterschied erkennen.

Jungherz Bonanzarad - Felgen entrosten

Jungherz Bonanzarad – Felgen entrosten

Jungherz Bonanzarad - Felgen vorher / nachher

Jungherz Bonanzarad – Felgen vorher / nachher

Puch 3-Gang Highriser aus Salzburg

Da taucht ein schöner seltener und originaler gelber Puch 3-Gang Highriser auf und ich bin zu langsam. Angeboten wurde er in einem Antikladen in Salzburg, der glückliche Käufer ist Max – er hat dann auch Kontakt mit mir aufgenommen und mir einen netten Restaurationsbericht und Fotos übermittelt:

Eigentlich auf der Suche nach einem authentischen Puch-Ledertascherl für ein mögliches E-Bike-Projekt stieß ich während der Recherche zufällig auf die Anzeige eines Antikhändlers, welcher ein gelbes Bonanzarad zum Verkauf anbot. Meine Güte. Diese schiere Einzigartigkeit, diese edle und doch wilde Kombination aus Stil und Funktionalität in einem Rad verpackt! Ich musste es haben. Minuten später fuhr ich grinsend des Weges. Mit dem Transporter, denn schließlich musste der Puch Highriser erstmal gesichtet, zerlegt und revitalisiert werden.

Ich hatte schon unzählige Räder unter meinen Fingern, meist alte Rennräder, welchen ich liebevoll neuen Glanz einhauchte um sie anschließend wieder zu veräußern. Großstädter sind regelrecht scharf drauf. Doch der Highriser ist was Besonderes. Ein besonderes Stück österreichischer Fahrradkultur. Der wird nicht veräußert. Der wird selbst gefahren.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Der Highriser wurde komplett zerlegt, alle Anbauteile abgeschraubt, fein säuberlich gesichtet und geschlichtet, ehe es ans aufbereiten ging. Die Reifen selbst waren abgefahren und spröde, als Ersatz orderte ich auf Anraten von Highriserguru René den Schwalbe Knobby in 20×2,0 und einen Kenda in 20×1,75. Original hat der Hinterreifen eine Dimension von 20×2,125, weshalb ich auch noch einen Michelin Mambo orderte, welcher mir allein dem aggressiven Crossprofil wegen besser gefiel als der brave Schwalbe. Neue Schläuche waren natürlich auch fällig.

Der nackte Rahmen wurde von allen erdenklichen Schmutzresten befreit, hartnäckiger, 40 Jahre alter Fliegenkot entfernt und anschließend mit Sonax-Autopolitur aufpoliert. Kleinere, unzählige Lackfehler sind natürlich bei einem Jugendrad immer irgendwo vorhanden, aber neu lackieren kommt zwecks Erhalt der Originalität nicht in Frage. Um eine „cleane“ Optik zu erhalten, verlegte ich das Rücklichtkabel im Rahmen. Dazu bohrte ich in kleines 4mm Loch ins Unterrohr und zog mit Trick 17 das Kabel bis zur linken Kettenstrebe, wo ohnehin schon eine Ablassbohrung im Rahmen war. Trick 17: eine kleine Federscheibe oder ähnliches an einen Zwirn klemmen, die Scheibe ins Bohrloch einführen und am Tretlager mit dem Staubsauger wieder raussaugen, ruckz-zuckz ist der Faden im Unterrohr bzw. der Kettenstrebe, und dass Lichtkabel kann bequem daran eingezogen werden.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Nächster Schritt war die Aufbereitung der Laufräder. Die beiden Räder wurden komplett ausgespeicht, die Speichen mit Mirlon Schleifwolle von der Patina befreit, die Felgen mit der Bohrmaschine und einem Polieraufsatz aus dem Baumarkt aufpoliert, die Vorderradnabe zerlegt und neu gefettet, die 515er-Torpedonabe wurde nur poliert und deren Lagerspiel mit einem extra besorgten Torpedo-Werkzeug neu eingestellt. Höhen- und Seitenschläge bestmöglich ausgemerzt (bei gebrauchten Stahlfelgen immer schwierig). Die Kette wurde bequem am Kettenschloß geöffnet und abgenommen, gereinigt und in Öl eingelegt.

Anschließend wurden alle weiteren Chromteile poliert, freilich lässt sich nicht jeder Flugrost in Bling-Bling umwandeln, aber ein 40 Jahre altes Rad muss auch nicht wie neu aussehen. Am Dynamo selbst ist eine 7 73 eingestanzt, was Rückschlüsse auf das Baujahr gibt. Der lässige Bananensattel wurde mit neuem Kunstleder und Schaumstoffeinlagen frisch bespannt, da die alte Schaumstofffüllung komplett aufgelöst war.

Für das Rücklicht musste ich einen eigenen Halter konstruieren, ich verwendetet dafür einfaches Stahlband, wie es in der Industrie zum Kisten verzurren verwendet wird, und formte daraus den grazilen Lichthalter, um das Rücklicht wieder am originalen Montageplatz anbringen zu können.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Die Schaltkonsole wurde lediglich neu geschmiert und gereinigt. Die Fertigstellung des Highrisers ging schnell voran, jeden Tag 1-2h in der Werkstatt, schlussendlich gönnte ich mir noch einen originalverpackten VDO-Analog-Tacho mit 0km, bastelte für diesen einen Halter aus Edelstahl und montierte diese einfach an die Vorbauschraube. Angeschrieben bis 70km/h. Sollte reichen.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Als zeitgemäßes Gimmik kam noch ein Fuchsschwanz an die Sissybar. Einfach mit einem Schlüsselring befestigt. Fertig. Die erste Probefahrt war nur kurz, denn der Frühling lässt sich noch Zeit.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Doch die Zeit, in der ich entspannt mit dem Highriser etwas Stress aus dem Alltagsleben nehme und zum Mostbauern radle, flankiert von meinem Girl auf einem blauen Puch Camping, die kommt bestimmt…

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Alpina Bonanzarad

Dieses deutsche Alpina Bonanzarad habe ich in der Oststeiermark im hintersten Winkel in einem Dorf aus der Garage gezogen. War ziemlich versifft und mit einer leicht milchigen Schicht überzogen. Beim Polieren der Chromteile habe ich eine Ewigkeit mit allen Mittel versucht diese Schicht zu entfernen. Erst mit Abbeizer konnte ich dem Teufelszeug zeigen wer der Herr im Haus ist!

Ausgestattet ist das rote Bonanzarad mit einer Shimano GT-3 Schaltkulisse und einer Shimano “3 Speed Hub” Schaltnabe. Geputzt, poliert, frisch geschmiert und mit neuen Weißwandreifen und Bremszügen versehen ist es bereit für den Frühling.

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Alpina Bonanzarad

Schalthebel-Lieferung aus Amerika

Letztes Jahr sind mir ja einige US-Highriser zugelaufen. Bei einem, dem Columbia Playbike, fehlt leider bei der Schaltkonsole die Abdeckung und der Schaltknauf. Habe ein halbes Jahr gesucht und nur Angebote in Amerika gefunden – so für 80 Dollar (plus Versand und Zoll…). Doch zu den Weihnachtsfeiertagen finde ich einen Ebay-Händler mit mehreren NOS Schaltungen und Teilen zu erträglichen Preisen. Also gleich zugeschlagen und heute ist das Paket gekommen, meine erste Lieferung aus Amerika.

2 Stück NOS Sturmey Archer Sportshift 3 Speed und einige Teile
2 Stück NOS Shimano 333 Click Stick 3 Speed

NOS Schalthebel-Lieferung

NOS Schalthebel-Lieferung

Legnano Bici Cross

Legnano, eine bei uns eher unbekannte Marke, in Italien allerdings war es einer der größten Fahrradhersteller. Besonders Rennräder von Legnano waren bei Radrennen sehr gut vertreten. In den 70ern wurde der Firmeninhaber Emilio Bozzi ermordet und die Familien verkaufte das Unternehmen an Piaggio/Bianchi.

Dieses Legnano Bici Cross habe ich aus Wien geholt, der Zustand ist nicht schön, aber es ist alles original. Sogar die Pirelli Reifen sind noch montiert, leider komplett spröde und somit nicht mehr zum Fahren geeignet. Chromteile sind teilweise stark verrostet, Lack ist gut und die Sitzbank scheint auch okay zu sein. Ein cooles Feature sind die Doppelscheinwerfer von Aprilia, leider fehlt bei einem Scheinwerfer das Glas. Das Rücklicht ist auch recht auffällig und extrem selten. Vorne gibt es wie so oft bei Italo-Highrisern eine Federgabel mit Trommelbremse. Geschalten wird die 3-Gang Torpedo Freilaufnabe mit einer weißen Sachs Speed Shift Schaltkulisse.

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

Legnano Bici Cross

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

Geplant war etwas anderes, ein schönes aufpoliertes Bonanzarad – der violette Rahmen, schönes Chrom, weiße Sitzbank, weiße Griffe, weiße Bowden und Weißwandreifen. Naja, die neuen Reifen sind jetzt ja drauf, aber irgendwie war mir mal nach einer Ratte, und die Basis war zweifelsfrei gegeben. Also steht das F.E.M. Tourist jetzt rostig wie aus dem Keller gezogen da. Die Lager sind frisch geschmiert und neue Schalt- und Bremszüge sind verbaut.

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

F.E.M. Tourist Bonanzarad Ratte

Columbia Playbike

Columbia war die erste Fahrradfabrik in Amerika, die Wurzeln gehen zurück bis 1877, und noch heute gibt es Fahrräder der Marke Columbia. Ab 1965 produzierte Columbia auch Highriser, das erste Modell war das Playboy 88. Eine baldige Klage des gleichnamigen Männermagazins führte bereits ein Jahr später zur Umbenennung zum Playbike.

Mein Columbia Playbike ist von 1968 und hat eine Sturmey Archer 3-Gang Nabenschaltung, leider fehlt die Verkleidung vom Sportshift Schalthebel. Sehr cool ist der extrem breite Lenker und der “Traktor Grip” Hinterreifen, der ist aber leider schon sehr spröde. Mit überschaubaren Aufwand wird da aber sicher wieder ein hübsches Fahrrad daraus.

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Columbia Playbike

Puch 3-Gang Highriser

Diesen gelben Puch Highriser habe ich schon einige Monate teilzerlegt herum liegen. Hat mir ein Schrauberkollege aus Wien mitgebracht. Es ist das Topmodell von Puch, also 3-Gang Nabenschaltung mit dem schwarzen Sachs Speed Shift Schalthebel, rote Griffe, hohe Sissybar und Sitzbank mit Lehne. Alles leider in einem nicht so guten Zustand.

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Puch 3-Gang Highriser

Atala Hop

Die Sommerpause ist vorbei! Leider, oder gut so. Zu viele Highriser stehen und liegen in meiner Werkstatt und warten auf eine Fertigstellung. Begonnen habe ich mit dem Atala Hop, ein Geburtstagsgeschenk für die kleine Tochter von meinem guten Freund Erich aus Gleisdorf.

Bei diesem Projekt steht nicht die Originalität an erster Stelle, deswegen habe ich die abgebrochenen Kotschützer nicht ersetzt sondern nur demontiert, auch das Vorderlicht wird nicht benötigt, kommt in meine Teilesammlung. Die Schaltung wird derweil nur auf einen Gang fixiert, zu kompliziert wäre die Handhabung für die kleine Crossfahrerin. Kettenschutz habe ich einfach einen aus meinem Teilefundus montiert. Alles geputzt und neu geschmiert läuft das Ding wieder sehr gut.

Aber gerade bei dem voll gefederten “Bici Cross” aus Italien merkt man deutlich daß es sich dabei um ein Kinderrad handelt. Als Erwachsener taucht die hintere Federung sehr weit ein und somit sitzt man wie ein Frosch auf dem (Schaukel)Rad… ;-)

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Atala Hop

Stratostreak – Die Geschichte

Vorgeschichte

Junior Fahrradwerke Graz-Puntigam war der zweitgrößte Fahrradproduzent in der Steiermark, Österreich. Immer ein wenig im Schatten von Marktführer Steyr-Daimler-Puch versuchte man sich mit den etwas schöneren, verspielteren, detaillierteren und dadurch auch teureren Fahrräder hervorzuheben.

Neben dem heimischen Markt gab es auch gute Exportgeschäfte. Ende der 60er nutzte man den Fahrradboom in die USA und produzierte auch für Stelber Industries Inc., New York.

1967 brannte bei einem Großbrand das Werk in Graz nieder und man übersiedelte nach Köflach. 1968 wurden 1500 Fahrräder täglich produziert.

High-Riser Boom

Bei Stelber in USA hatte man seit Mitte der 60er, so wie viele andere auch, High-Riser mit klassischen Cantilever-Rahmen im Angebot.

1968 verspürte Georg Barris, eine Legende in der Auto Customizing Szene und Erfinder von berühmten Filmautos (The Munster Koach, Batmobile,…) den Drang auch High-Riser zu bauen. Beim Marktführer Schwinn stieß er auf taube Ohren, bei Stelber allerdings wurde er mit offenen Armen aufgenommen und es begann eine neue Ära der Muscle-Bikes.

Stelber verkaufte die von Barris designten Highriser unter dem Label Iverson. Die folgenden sind maßgebend für die Entwicklung des Stratostreak verantwortlich.

Iverson Drag Stripper

Iverson Drag Stripper

Iverson Drag Stripper

Man beachte den kompletten hinteren Bereich mit der Platte mit den drei Löchern für die Reifenaufnahme, die Sissybarbefestigung, die Kotbleche und die Turino 500 Reifen. Auch dürfte das Oberrohr eine Inspiration für das gebogene Blech unter der Sitzbank gewesen sein.

Iverson Road Runner

Iverson Road Runner

Iverson Road Runner

Hier kam die über die ganze Länge gebogene Gabel erstmals zum Einsatz die später auch am Stratostreak zu finden ist.

Geburt des Stratostreak

1970 übernahm Stelber Industries 90 Prozent der Junior Fahrradwerke AG und Ing. Franz Weiß (Firmeninhaber von Junior) kaufte sich in die Stelber-Gruppe ein. Das war wohl auch der Zeitpunkt wo der Stratostreak geboren wurde. Wer maßgeblich dafür verantwortlich war weiß ich leider noch nicht, sicher sind aber die Einflüsse von Georg Barris. Produziert wurde der Stratostreak in Österreich und ab 1972 im Stelber Werk in Portugal.

Verkauft wurde der Stratostreak unter verschiedenen Marken:

Junior in Österreich:

Junior Stratostreak

Junior Stratostreak

Stelber in Portugal und Amerika:

Stelber Stratostreak

Stelber Stratostreak

Montegomery Wards im gleichnamigen Verkaufshaus in Amerika:

Montegomery Wards Stratostreak

Montegomery Wards Stratostreak

Chessington Cycles Euro-Jet in Großbritannien

Chessington Cycles Euro-Jet

Chessington Cycles Euro-Jet

Stürmer (ohne der Bezeichnung “Stratostreak”) in Deutschland:

Stürmer

Stürmer

Varianten

Unterscheidung nach Schaltung:

  • Stratostreak (ohne Schaltung)
  • Stratostreak 3 (mit 3-Gang Nabenschaltungen von Fichtel & Sachs Torpedo Modell 515,  Shimano 333 oder Sturmey-Archer)
  • Stratostreak 5 (mit 5-Gang Kettenschaltung von Simplex oder Shimano)

Ja nach Land wurden Anbauteile lokaler Hersteller verbaut.

Junior Stratostreak 3 mit originale Turino 500 Reifen

Junior Stratostreak 3 mit originale Turino 500 Reifen

Der Untergang

1974 kam es zu Problemen mit dem Dollarkurs. Alleine der Zukauf des Rohmaterials in Europa war teurer als der Verkaufspreis in den USA. Es dauerte nur 6 Monate und Junior war am Ende. Passiva von 560 Millionen Schilling machten Junior zur größten Insolvenz des Jahres 1975. Somit mußten die österreichischen Stelber Werke schließen und rissen das Werk in Portugal und die gesamte europäische Vertriebsorganisation mit. Das verkraftete auch Stelber USA, zu der Zeit weltweit zweitgrößter Fahrradproduzent, nicht und ging in den Ausgleich und wurde liquidiert.

Das war dann auch das Ende vom Stratostreak!